In Arbeit: Festung Metz
Wenn man das Weite sucht, kann man in der Wendezeit such schon mal in Metz stranden, wo statt der versprochenen Freiheit nervtötender Alltag auf einen warten. Überall wuchert die West-Warenwelt, man spricht ausschließlich Turbo-Französisch ohne Punkt und Komma und im NAcken sitzt einem der Allesentscheider und fragt andauernd, ob man endlich mit dem Arbeitsauftrag weitergekomen ist. Wie soll man in einem derartigen Umfeld auch noch Studenten die Friedliche Revolution in einem Land erklären, das es gar nicht mehr gibt?
In so einem Meer von Unbekannten klammert man sich am besten an die internen Rettungsbrigaden und verschanzt sich mitten in der alten Festungsstadt in seine eigene kleine Festung: alle Tore schließen, Zugbrücke hoch, Wachen auf die Türme.
Doch dann erscheinen auf einmal Leute mit weißen Fahnen, manche winken ganz verzweifelt. Die internen Rettungsbrigaden schütteln bedächtig den Kopf. Sollte man jetzt nicht ausnahmsweise doch einmal die Rasselkette bedienen und den Eingang wiederherstellen?








